Denken, Entscheiden, Handeln.

Schlüsselkonzepte für persönliche Entwicklung und Lebensqualität.

Denken und Prioritäten sind untrennbar miteinander verbunden und prägen maßgeblich die Qualität unseres Lebens. Die Fähigkeit, kluge Entscheidungen zu treffen und Prioritäten anzupassen, ist eine lebenslange Reise. Bereits in jungen Jahren entwickeln Menschen Vorlieben, Werte und Ziele, die ihre Denkmuster beeinflussen. Der Einfluss der Individualität, Gemeinschaft oder Gesellschaft, sowie der ständige Konsum aller Art Medien formt und prägt die individuellen Prioritäten, die leider den Rahmen für Gedanken und Entscheidungen im späteren Leben bilden.

Wichtig ist das Leben als mentales Lern- und Entwicklungsprozess zu sehen und nicht als Aufenthalts- und Interessenbereich!

In der Kunst des effektiven Denkens, Entscheidens und Handelns spielen drei Schlüsselkonzepte eine zentrale Rolle: Priorität, Relevanz und Tendenz. Ihre vorerst Komplexe Verknüpfung bildet aber das Fundament für individuelle persönliche Weiterentwicklung oder aber auch Rückentwicklung und damit verbundene Lebensqualität.

Die Verbindung zwischen Priorität, Relevanz und Tendenz besteht in der Art und Weise, wie wir Menschen unsere Gedanken, Entscheidungen und Handlungen organisieren und lenken. Hier ist, wie diese drei Konzepte miteinander verbunden sind:

1) Priorität:

      • Individuell persönliches einordnendes Wertesystem der die Geltung der Einzelheiten in Ihrer Bedeutung, ihrer Wichtigkeit und ihrem Verhältnis zu einander bestimmt.

      • Priorität beschreibt einen gedanklichen Wert eines Reizes bzw. Anreizes.

      • Die Priorität bezieht sich auf die Rangordnung der Geltung zu bestimmten u. a.:

        • Details

        • Eigenschaften

        • Besonderheiten

        • Wesenszügen

        • Eigentümlichkeiten

        • Qualitäten

        • Attributen

        • Ästhetiken

        • Bedürfnissen

        • Vorlieben

        • Körpern

        • Finanzen

        • Charakteristiken

        • Spezifikum

        • usw.

    • Das individuelle persönliche Wertesystem ist stark subjektiv und von persönlichen Überzeugungen, Erfahrungen und Präferenzen geprägt. Es beeinflusst, wie Einzelheiten wahrgenommen und bewertet werden.

    • Das Wertesystem eines Individuums basiert oft auf übernommenen und erlernten Grundlagen. Diese Werte dienen als Maßstab für die Beurteilung der Wichtigkeit und Bedeutung von Reizen und Anreizen.

    • Priorität legt nahe, dass bestimmte Einzelheiten einen höheren gedanklichen Wert haben als andere. Dies bestimmt, worauf der Fokus und die Aufmerksamkeit gerichtet wird und wofür Zeit und Energie aufgebracht werden.

      • Zwischenmenschliche Unstimmigkeiten der Prioritäten können Konflikt fördernde, schädigende bis zerstörerische Wirksamkeit entfalten, wie z.B. in:

        • Partnerschaften, Beziehungen und Verhältnissen

        • Gemeinschaften, Gesellschaften und Kollektiv

        • Strukturen, Systemen und Prozessen

      • Bei der Entscheidungsfindung spielt die Priorität eine entscheidende Rolle. Das Wertesystem bestimmt, welchen Reizen oder Anreizen Vorrang eingeräumt wird und welche Kriterien für die Bewertung verwendet werden.

    • Einflüsse können das individuelle Wertesystem beeinflussen, dies zeigt, dass Prioritäten nicht statisch sind, sondern sich dynamisch anpassen können.

    • Persönliche Wertesysteme können sich im Laufe der Zeit positiv bzw. negativ entwickeln und wachsen.

2) Relevanz:

      • Vorzug oder Vorrang der Einzelheit mit bestimmter Geltung, Bedeutsamkeit und Wichtigkeit zu den anderen Einzelheiten in einem bestimmten Zugsamenhang.

      • Relevanz eines bestimmten Reizes bzw. Anreizes besitzt die Fähigkeit, den Menschen zeitlich und gedanklich an sich zu binden oder an ihn hängen zu bleiben.

      • Relevante Reize lösen gedankliche Prozesse aus. Die Denk-Verknüpfung kann dazu beitragen, dass bestimmte Reize tiefer im Gedächtnis verankert werden, was ihre langfristige Wirkung verstärkt.

      • Relevante Reize haben die Kraft, unsere Aufmerksamkeit zu fokussieren. In einer Welt voller Ablenkungen ermöglicht die Relevanz, dass bestimmte Informationen oder Ereignisse im Vordergrund unseres Denkens bleiben.

      • Relevante Reize und Anreize haben die Fähigkeit, Menschen langfristig zu beeinflussen. Sie bleiben im Gedächtnis verankert und können über einen längeren Zeitraum hinweg präsent bleiben.

      • Die Relevanz eines bestimmten Reizes kann eine Gedankliche Resonanz auslösen. Menschen beschäftigen sich über einen längeren Zeitraum mit diesem Reiz, sei es bewusst oder unbewusst.

      • Relevante Anreize haben das Potenzial, Verhaltensänderungen herbeizuführen. Wenn ein Anreiz als besonders wichtig oder bedeutsam betrachtet wird, kann er Entscheidungen und Handlungen maßgeblich beeinflussen. Die Relevanz eines bestimmten Themas oder einer bestimmten Idee kann dazu führen, dass Menschen kontinuierlich darüber nachdenken.

Die Relevanz eines bestimmten Themas oder einer bestimmten Idee kann dazu führen, dass Menschen kontinuierlich darüber nachdenken, und andere Aufgabenstellungen verhindern.

3) Tendenz:

    • Hang, Neigung oder Drang zu dem bevorzugten und erstrebenswerten.

    • Die Tendenz bezieht sich auf die Neigung oder den Hang einer Person, sich in einer bestimmten Richtung zu denken zu entscheiden und zu handeln.

    • Die Tendenz gibt Hinweise darauf, welche Faktoren eine Person motivieren. Dies kann von individuellen Zielen, Werten oder äußeren Belohnungen abhängen, die eine bevorzugte Richtung für Handlungen vorgeben.

    • Die Tendenz beeinflusst oft die allgemeine Ausrichtung im Leben und die gesetzten Ziele. Eine Person, die sich beispielsweise nach positiver Entwicklung sehnt, kann dazu neigen, unüberlegte Entscheidungen zu treffen, die in zu der negativen Rückentwicklung führen.

Priorität, Relevanz und Tendenz zu dem Eigeninteresse ist eng mit der Absicht verbunden, eine eigene, individuelle und intime innere Dringlichkeit einer verbalen und nonverbalen Aktivität. Auf inneres Interesse/Verlangen/Bedürfnis/Ziel o.ä. ausgerichtetes Denkprozess. Ein Verlangen auf positive Veränderung der eigenen individuellen Realität. Entscheidungsgrundlage für Bewusste oder durch Fehlbarkeit ausgelöste unbewusste Handlungen, mit Kurzzeit oder Langzeit Wirkung, mit positiven oder negativen Konsequenzen für alle Beteiligten.

Die ständige Präsenz von Reizen und Anreizen in unserer modernen Welt hat tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Denkprozesse. Diese kritische Betrachtung hebt die möglichen Herausforderungen und Bedenken hervor, die mit der Überflutung von Reizen und der Einflussnahme von Anreizen auf unsere Gedanken einhergehen.

Reiz:

  1. Überstimulation:

    • Die kontinuierliche Exposition gegenüber einer Vielzahl von Reizen und Anreizen kann zu einer Überstimulation führen, die die Fähigkeit zur Konzentration und zum tiefgründigen Denken beeinträchtigt.

  2. Ablenkung:

    • Reize, vor allem durch visuelle Eindrücke, können als ständige Ablenkungen fungieren und das gezielte Nachdenken über Relevante und komplexe Themen behindern.

  3. Desensibilisierung:

    • Wiederholte Reize können zu einer Desensibilisierung führen, wodurch ihre Wirkung abnimmt und die Reaktion des Denkens auf wichtige und bedeutsame Stimuli geschwächt wird.

Anreiz:

  1. Externalisierung der Motivation:

    • Die Abhängigkeit von äußeren Reizen bzw. Anreizen und damit verbundene Vorstellungen können dazu führen, dass intrinsische Motivation und Logisches Denken vernachlässigt werden.

  2. Kurzfristige Orientierung:

    • Anreize neigen dazu, kurzfristige Denkweisen zu fördern, da der Fokus auf der unmittelbaren Vorstellung liegt, während langfristige, komplexe Denkprozesse vernachlässigt werden.

  3. Verzerrte Werthaltung:

    • Die Gefahr besteht darin, dass Reize und Anreize die Wertesystem und Bezugssystem von Denken beeinflussen, indem sie bestimmte Arten des Denkens beschönigen und andere vernachlässigen.

Gedanken:

  1. Verlust der Eigenständigkeit:

    • Die exzessive Einwirkung von Reizen und Anreizen kann dazu führen, dass unsere Gedanken von äußeren Einflüssen dominiert werden, anstatt dass sie eigenständig und authentisch entstehen.

  2. Einschränkung kritischer Reflexion:

    • Die unmittelbare Ausrichtung auf externe Anreize kann die Fähigkeit zur kritischen Reflexion über komplexe Themen beeinträchtigen, da oberflächliche Muster Lösungen bevorzugt werden.

  3. Gefährdung der Kreativität:

    • Ein Übermaß an Anreizen und die Suche nach vordefinierten Lösungen können die kreative Entfaltung unserer Gedanken behindern und innovative Denkansätze einschränken.

In der Summe verdeutlicht diese kritische Auflistung, dass die Reize und Anreize, die unseren Alltag prägen, nicht nur positive Auswirkungen auf unsere Gedanken haben. Eine reflektierte Auseinandersetzung ist vonnöten, um sicherzustellen, dass unser Denken nicht lediglich eine Reaktion auf äußere Einflüsse ist, sondern weiterhin Raum für Authentizität, Kreativität und tiefgründige Überlegungen bietet.